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Das Gestern, das Heute und das Morgen der Unterflurheizung

REGULUS®-system ist ein Wegbereiter für viele einzigartige Lösungen im Bereich der Herstellung Heizkörpern für zentrale Anlagen.
Der erste Versuch, unser eigens Unterflursystem auf den Markt zu bringen, fand im Jahre 2000 statt, dennoch war die Branche noch nicht bereit, Produkte dieser Art weit einzusetzen.
Die damalige Bauweise war – aus der Perspektive der heutigen Standards – kalt und elektronisch programmierbar und die Steuerung des ZH-Betriebs steckte noch in den Kinderschuhen. Allgemein üblich war es, Anlagen in Steigleitungen bzw. ausgebauten Bypässen direkt aus dem Kessel zu verlegen. Verteiler waren noch wenig bekannt, als Wärmequelle wurden hauptsächlich Gaskessel ohne Modulation sowie Feststoffkessel eingesetzt. An den Wänden hingen Plattenheizkörper aus Stahl oder Rippenheizkörper.
Die derzeit auf dem Markt erhältlichen Unterflurkonvektoren von westlichen Herstellern waren für die meisten Bauherren preislich nicht erreichbar. Es gab auch nur wenige Monteure, die ein Produkt dieser Art kannten und es richtig im System konfigurieren und im Boden einbauen könnten. Sehr selten wurden Unterflurheizungen in der Planung von Anlagen vorgesehen. Es war also Terra Incognita – ein unbekanntes Land.

Unterflurkonvektoren REGULUS-system CANAL

In der zweiten Hälfte der vorigen Dekade erfolgte ein schneller Anstieg des Interesses an der Fußbodenheizung, darunter auch an Unterflurheizkörpern. Man kann sagen, dass die Heizkörper von der Wand auf den Fußboden herabgestiegen sind – obwohl dieser Prozess nur in Häusern, die mit guter Wärmedämmung bzw. mit warmen Technologien gebaut wurden, Sinn hatte.
Als Motivierung bei der Suche nach neuen Heizungslösungen diente nicht nur die Mode, sondern auch die wachsenden Kosten der Energieträger. Zuerst wurden Unterflurkonvektoren zwecks Unterstützung der Heizung in die ZH-Anlagen eingebunden. In solchen Fällen war ihre Heizleistung nicht ausschlaggebend, was zählte war eine zum Innenraum passende Abdeckung sowie die mögliche Länge und Tiefe des Kanalsystems. Unterflurkonvektoren wurden als ein schnell ansprechender und dynamisch unterstützender Bestandteil der im ganzen Haus vorherrschenden Fußbodenheizung in die Anlage eingebunden. 

Unterflurkonvektor

Derzeit wird die Unterflurheizung als ein eigenständiges und einziges Heizsystem im Gebäude eingesetzt, da es seinen Heizbedarf mit Überschuss decken kann. Es wird auch besonders gern in unregelmäßig benutzten Räumen als auch in Einrichtungen mit großflächigen Verglasungen verwendet.
Da Unterflurkonvektoren immer öfter in neuen Projekten erschienen sind, musste das Angebot schnell entwickelt werden und es entstanden Heizungssätze mit einer stark differenzierten Heizleistung, relativ kleinen Abmessungen und viel größeren Möglichkeiten, die Dynamik des Heizverfahrens zu beeinflussen. Es wurden Kanalheizkörper mit Lüftern zur Unterstützung des Heizvorgangs entwickelt. Gerade diese variable Lüfterleistung ist – neben dem Hochleistungswärmeaustauscher – der wichtigste Faktor, der die Heizleistung eines Unterflurkonvektors differenziert. Der Einsatz eines besseren, leistungsstärkeren Lüfters kann die Leistung des eingesetzten Kanalsatzes um sogar mehrere Dutzend Prozent erhöhen, ohne dass seine Abmessungen vergrößert werden müssen. Eine derartige Lösung muss nicht befürchtet werden, da die Lüfter äußerst leise arbeiten; zudem gibt es auch Niederspannungsoptionen – 12 V.

Unterflurkonvektor mit Ventilator

Das wachsende Interesse an diesen Lösungen ist mit der Entwicklung von Niedertemperaturwärmequellen wie Kondensationskesseln oder Wärmepumpen verbunden.
Es erfolgt die Entwicklung der passiven bzw. passivähnlichen Bautechnik und der Heizbedarf in Objekten wird nach und nach geringer. Die solaren und sog. internen Gewinne an Wärme (aus dem Betrieb von Geräten) haben einen wesentlichen Anteil an der Wärmebilanz von Räumen und die hohe Wärmespeicherfähigkeit von ausreichend wärmegedämmten Gebäuden bewirken, dass der Benutzer die Menge der erzeugten und für Heizzwecke verbrauchten Energie äußerst präzise steuern muss und auch kann. Eine temporäre, maximal lange, totale Abschaltung des Heizvorgangs, z. B. wenn niemand zu Hause ist, wird gerade dadurch möglich, dass ein dynamisch funktionierender Wärmestrahler (das heißt ein lüfterunterstützter Unterflurkonvektor) eingesetzt wird.

Unterflurkonvektor

Trotz der Beliebtheit der Fußbodenheizung, die sich durch eine äußerst ausgeprägte Trägheit auszeichnet, werden die REGULUS-system Heizkörper – sowohl die Wand- als auch die analausführung – ein sehr erwünschtes Produkt bleiben, das in einem immer weiteren Bereich eingesetzt wird – gerade dank ihrer guten Steuerbarkeit und der guten Dosierung der thermischen Energie. Entwickelt werden derzeit Bautechniken mit niedrigem Wärmebedarf, die Erwartungen der Benutzer an den Wärmekomfort wachsen – in unserem Klima mit vorherrschenden Übergangsjahreszeiten (Frühling, Herbst) kann es beim Einsatz von nur Fußbodenheizung dazu kommen, dass die Räumlichkeiten unkomfortabel und ungesund überhitzt werden. 
Im Rahmen des nächsten Schrittes bei der Entwicklung der Innenraumheizung wird es wohl immer üblicher sein, sog. Klimakonvektoren (also Wärmeaustauscher mit Heiz- und Kühlfunktion, die an der Wand- oder im Boden eingebaut werden) einzusetzen.
In unserer Klimazone wird die Frage: wie kann man die Wärme preisgünstig erzeugen, sie optimal speichern, als auch präzise, ohne unnötige Verluste und beim Erreichen des optimal hohen Wärmekomforts in Räumlichkeiten verteilen, ein ewiges Dilemma sein.
Es kommt die Zeit von intelligenten Häusern.

Budujemy Dom 9/2014

 

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